DE
Resonant Abode ist eine Klangperformance, entwickelt von Léa Manoussakis Di-Bona, Caroline Kretschmer und Barbara Karrer im Rahmen der Klasse von Florian Hecker. Die Arbeit fand in und um ein Gartenhaus statt, dessen architektonische Struktur selbst zum klanglichen Instrument wurde.
Die inneren Dynamiken des Gebäudes wurden gezielt aktiviert und mithilfe strategisch platzierter Lautsprecher und Kontaktmikrofone nach außen in den umgebenden Grünraum übertragen. Im Inneren arbeiteten die Künstlerinnen mit Kontaktmikrofonen, um die klanglichen Eigenschaften des Gartenhauses über seine drei Ebenen hinweg aufzunehmen, zu verstärken und den Raum gleichsam schrittweise akustisch zu erschließen.
Dieser präzise Ansatz ermöglichte es, die räumlichen Qualitäten des Gartenhauses in eine geschichtete klangliche Struktur zu übersetzen, die vom Inneren des Gebäudes bis zu den Zuhörenden im Außenraum reichte. Die internen Aktivitäten der Performance blieben dem Publikum verborgen, erzeugten jedoch für die Hörer*innen an der Peripherie eine komplexe auditive Landschaft, deren Quellen nicht sichtbar waren.
Die Arbeit fordert dazu auf, den Raum jenseits des Visuellen über das Hören zu erfahren. Auf diese Weise werden die Beziehungen zwischen öffentlichen und privaten Klangräumen neu verhandelt und gängige Aufführungs- und Wahrnehmungsdynamiken subtil verschoben.
/Contact microphones, body sound transducers, speaker set, subwoofer, synthesizer, computer.
/Kontaktmikrofone, Körperschallwandler, Lautsprecherset, Subwoofer, Synthesizer, Computer. 50 min.
Gartenhaus, ADBK, Munich
Photos:
Céline Fournier (1–3)
Florian Hecker (4)
ENG
Resonant Abode is a sound performance developed by Léa Manoussakis Di-Bona, Caroline Kretschmer, and Barbara Karrer within Florian Hecker’s class. The work took place in and around a Gartenhaus, whose architectural structure itself was transformed into a sonic instrument.
The building’s internal dynamics were deliberately activated and projected outward into the surrounding greenery through the use of strategically positioned speakers and contact microphones. Inside the structure, the artists employed these microphones to capture and amplify the sonic characteristics of the Gartenhaus across its three levels, gradually unfolding the space through sound.
This precise approach translated the spatial qualities of the building into a layered sonic structure extending from the interior toward the audience outside. While the internal actions of the performance remained invisible, they generated a complex auditory landscape for listeners at the periphery, originating from concealed sources.
The work invites an experience of space grounded in listening rather than vision. In doing so, it subtly reconfigures the relationships between public and private soundscapes and shifts conventional dynamics of performance and perception.